Verbundene Regentonnen mit Überlaufsystem an einem deutschen Haus
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Regenwasser im Garten sammeln: Regentonnen richtig verbinden und nutzen

Eine einzelne Regentonne wirkt zunächst groß. Doch bei einem kräftigen Regenschauer kann sie überraschend schnell voll sein. Rein rechnerisch entspricht ein Millimeter Niederschlag auf einem Quadratmeter Dachfläche einem Liter Wasser. Fallen beispielsweise 10 Millimeter Regen auf eine wirksam angeschlossene Dachfläche von 50 Quadratmetern, treffen dort theoretisch 500 Liter Niederschlag auf.

In der Praxis landet wegen Verlusten und der tatsächlich angeschlossenen Dachfläche weniger davon im Speicher. Trotzdem zeigt die Rechnung, warum eine einzelne 200- oder 300-Liter-Tonne schnell überläuft.

Dieses Wasser muss nicht unkontrolliert neben der Hauswand verschwinden. Mit einem passenden Fallrohrsammler und mehreren verbundenen Regentonnen lässt sich die Speicherkapazität relativ einfach erweitern.

Dabei sind einige Details entscheidend: Die Behälter brauchen einen tragfähigen Untergrund, einen kontrollierten Überlauf, eine kindersichere Abdeckung und vor dem Winter den richtigen Frostschutz.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum Regenwasser für den Garten besser ist als Leitungswasser
  2. Die richtige Tonnengröße und der passende Standort
  3. Mehrere Tonnen verbinden
  4. Fallrohrfilter und Diverter
  5. Sicherheit
  6. Wasser richtig entnehmen
  7. Regenwasser und Mückenlarven
  8. Größere Lösungen
  9. Häufige Fehler
  10. Häufige Fragen
  11. Fazit

Warum Regenwasser für den Garten besser ist als Leitungswasser – Temperatur, Kalkgehalt und pH-Wert

Regenwasser besitzt für die Gartenbewässerung mehrere praktische Vorteile.

Der offensichtlichste ist der geringe Kalkgehalt. Regenwasser ist von Natur aus weich. In Regionen mit hartem Leitungswasser ist das besonders für kalkempfindliche Pflanzen interessant.

Das Umweltbundesamt nennt beispielsweise Rhododendren als Pflanzen, die von kalkarmem Regenwasser profitieren können.

Auch die Temperatur kann günstig sein.

Wasser aus einer Regentonne nimmt die Umgebungstemperatur an und ist während der Gartensaison häufig weniger kalt als frisch aus einer Leitung kommendes Wasser. Beim Gießen empfindlicher Pflanzen werden dadurch starke Temperaturunterschiede vermieden.

Beim pH-Wert ist dagegen Vorsicht mit pauschalen Aussagen nötig.

Regenwasser wird häufig als grundsätzlich „leicht sauer und deshalb besser für Pflanzen“ beschrieben. Tatsächlich kann sein pH-Wert durch Luftbestandteile, Dachmaterial, Verschmutzungen und die Bedingungen im Speicher beeinflusst werden.

Der verlässlichere Vorteil ist deshalb der niedrige Mineral- und Kalkgehalt.

Nicht jedes Dach eignet sich gleichermaßen zur Sammlung.

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Niederschlagswasser je nach Dachmaterial Stoffe aufnehmen kann. Bei bestimmten metallischen Dachflächen, insbesondere aus Kupfer oder Zink, sowie bei manchen bitumenhaltigen Dachmaterialien sollte geprüft werden, ob das ablaufende Wasser für den vorgesehenen Zweck geeignet ist.

Für die normale Gartenbewässerung ist Regenwasser von geeigneten Dachflächen jedoch eine wertvolle Ressource.

Die richtige Tonnengröße und der passende Standort

Die passende Speichergröße hängt nicht nur von der Größe des Gartens ab.

Entscheidend sind auch Dachfläche, örtliche Niederschlagsverteilung, Wasserbedarf und die Frage, wie viel Platz zur Verfügung steht.

Eine einfache Orientierung liefert die Niederschlagsrechnung:

1 Millimeter Regen × 1 Quadratmeter Dachfläche = theoretisch 1 Liter Wasser.

Eine Dachfläche von 60 Quadratmetern erhält bei 10 Millimetern Niederschlag theoretisch 600 Liter Wasser.

Die tatsächlich nutzbare Menge liegt darunter. Nicht die gesamte Dachfläche muss an das betreffende Fallrohr angeschlossen sein, und auf dem Weg in den Speicher treten Verluste auf.

Trotzdem wird schnell deutlich, warum kleine Tonnen bei größeren Dächern häufig überlaufen.

Statt sofort einen riesigen Behälter zu kaufen, können zwei oder drei Tonnen miteinander verbunden werden.

Der Standort muss das Gewicht sicher tragen.

Ein Liter Wasser wiegt ungefähr ein Kilogramm. Eine gefüllte 300-Liter-Tonne bringt allein durch das Wasser etwa 300 Kilogramm auf den Untergrund. Behälter, Sockel und weitere Konstruktion kommen hinzu.

Der Untergrund muss deshalb eben, tragfähig und dauerhaft stabil sein.

Lockere Pflastersteine, weicher Gartenboden oder improvisierte Stapel aus alten Brettern sind ungeeignet.

Soll ein Hahn bequem über eine Gießkanne passen, kann die Tonne auf einen dafür geeigneten stabilen Sockel gestellt werden. Dieser muss ausdrücklich für das Gesamtgewicht ausgelegt sein.

Mehrere Tonnen verbinden – Überlaufprinzip einfach erklärt

Für mehrere Regentonnen gibt es grundsätzlich unterschiedliche Verbindungsmöglichkeiten.

Beim klassischen Überlaufprinzip wird die erste Tonne gefüllt. Erreicht das Wasser die Höhe des Verbindungsanschlusses, fließt überschüssiges Wasser über einen Schlauch oder ein Rohr in die nächste Tonne.

Die Behälter werden damit nacheinander genutzt.

Eine andere Konstruktion verbindet die Behälter im unteren Bereich. Nach dem Prinzip kommunizierender Gefäße gleichen sich die Wasserstände dann weitgehend an, sofern die Tonnen auf vergleichbarer Höhe stehen und das System korrekt ausgeführt ist.

Für ein einfaches DIY-System mit oberem Überlauf werden benötigt:

  • geeignete Regentonnen mit Deckeln
  • passende Tankdurchführungen
  • Dichtungen
  • ausreichend dimensionierter Verbindungsschlauch oder ein Rohrsystem
  • ein kontrollierter Endüberlauf
  • bei Bedarf stabile Sockel
  • Werkzeug entsprechend dem verwendeten Verbindungssystem

Zunächst werden die Tonnen auf ihren endgültigen stabilen Plätzen ausgerichtet.

Dann wird die vorgesehene Höhe der Überlaufanschlüsse markiert. Die genaue Bohrgröße richtet sich ausschließlich nach der verwendeten Tankdurchführung. Hier sollte nicht nach einem pauschalen Internetmaß gebohrt werden.

Anschließend werden die Öffnungen sauber hergestellt und die Durchführungen mit den vorgesehenen Dichtungen montiert.

Danach verbindet man die erste mit der zweiten Tonne.

Bei drei Behältern folgt eine weitere Verbindung zur dritten Tonne.

Entscheidend ist der letzte Schritt: Auch die letzte Tonne braucht einen kontrollierten Überlauf.

Wenn alle Behälter voll sind, muss zusätzliches Regenwasser gezielt abgeleitet werden können. Es darf nicht unkontrolliert direkt am Hausfundament oder an einer ungeeigneten Stelle austreten.

Je nach Grundstück kann das Wasser in ein geeignetes Entwässerungs- oder Versickerungssystem geführt werden. Dabei sind örtliche Bedingungen und gegebenenfalls kommunale Vorgaben zu beachten.

Fallrohrfilter und Diverter – Funktion, Einbau und Wartung

Ein Fallrohrsammler oder Diverter verbindet das Fallrohr der Dachrinne mit dem Regenwasserspeicher.

Das Regenwasser läuft weiterhin durch das Fallrohr. Ein Teil wird jedoch seitlich über einen Anschluss zur Regentonne geleitet.

Regenwasser-Diverter im Fallrohr mit Überlaufschlauch zwischen zwei Tonnen

„Der Diverter leitet das Wasser vom Fallrohr in die Tonne, ohne dass ein größerer Umbau nötig ist.“

Viele Systeme besitzen zusätzlich eine Filterfunktion.

Blätter, Moos und gröbere Verunreinigungen sollen dadurch möglichst nicht in die Tonne gelangen.

Ein weiterer Vorteil guter Regensammler ist ihre Überlauffunktion.

Ist die Tonne bis zur vorgesehenen Höhe gefüllt, kann überschüssiges Wasser wieder über das Fallrohr abgeleitet werden. Das reduziert das Risiko, dass die Tonne unkontrolliert überläuft.

Die Montagehöhe ist entscheidend.

Sie muss zur maximal gewünschten Wasserhöhe in der Tonne passen. Die genaue Position hängt vom verwendeten Produkt ab und wird nach Herstellerangabe bestimmt.

Das Gleiche gilt für Bohrdurchmesser, Schlauchführung und eventuelle Winterstellungen.

Ein Diverter ist nicht wartungsfrei.

Blätter, Moos und andere Dachablagerungen können Filterflächen mit der Zeit zusetzen. Deshalb wird der Sammler regelmäßig kontrolliert und nach Anleitung gereinigt.

Wer zusätzlich Tropfbewässerungssysteme anschließt, sollte besonders auf die Wasserfilterung achten. Feine Leitungen und Tropfer können durch Schmutzpartikel verstopfen.

Sicherheit – Kindersicherung, stabiler Stand und Frostschutz

Eine Regentonne ist ein Wasserbehälter und sollte entsprechend behandelt werden.

Der Deckel muss sicher befestigt sein.

Eine lose aufgelegte Abdeckung, die sich von einem Kind leicht verschieben lässt, ist keine ausreichende Sicherung. Besonders bei großen offenen Behältern ist ein zuverlässig fixierter Deckel wichtig.

Auch der Stand verdient Aufmerksamkeit.

Eine hohe Tonne auf einem schmalen improvisierten Sockel kann bei mehreren hundert Kilogramm Gesamtgewicht gefährlich werden.

Untergrund und Sockel müssen tragfähig, waagerecht und für die Belastung geeignet sein.

Im Winter kommt Frost hinzu.

Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus. Nicht frostgeeignete Tonnen, Schläuche, Hähne und Verbindungsstücke können dadurch beschädigt werden.

Wenn der Hersteller keine ausdrückliche Frostbeständigkeit bei gefülltem Zustand zusichert, wird das System vor längeren Frostperioden entleert.

Dazu gehören auch Verbindungsschläuche und Armaturen.

Nach dem Entleeren bleiben Ablass- und Wasserhähne entsprechend der Herstellerempfehlung geöffnet, damit Restwasser nicht eingeschlossen wird.

Viele Fallrohrsammler besitzen zusätzlich eine Winterstellung. Diese wird nach Anleitung aktiviert.

Wasser richtig entnehmen – Hahn, Pumpe und Gießkanne im Vergleich

Die einfachste Kombination besteht aus Hahn und Gießkanne.

Dafür muss der Auslauf hoch genug über dem Boden liegen, damit die Gießkanne darunter passt.

Ein stabiler Sockel löst dieses Problem.

Für kleinere Gärten ist diese Variante günstig, leise und technisch unkompliziert.

Bei größeren Wassermengen kann eine Pumpe komfortabler sein.

Sie kann Regenwasser beispielsweise zu einem Schlauch oder einem geeigneten Bewässerungssystem fördern.

Hier gelten jedoch zusätzliche Sicherheitsanforderungen.

Verwendet werden nur Pumpen, Anschlüsse und elektrische Komponenten, die für den vorgesehenen Außeneinsatz und die entsprechenden Feuchtigkeitsbedingungen geeignet sind.

Elektrische Steckverbindungen werden nicht improvisiert und nicht dort abgelegt, wo sie nass werden können.

Bei einer fest installierten elektrischen Lösung oder Unsicherheit über die vorhandene Stromversorgung gehört die Installation in fachkundige Hände.

Wer lediglich einige Hochbeete und Kübel versorgt, braucht häufig überhaupt keine elektrische Pumpe.

Die Gießkanne bleibt eine sehr kontrollierbare Bewässerungsmethode.

Regenwasser und Mückenlarven

Offene Wasserbehälter können Stechmücken geeignete Bedingungen für ihre Larven bieten.

Die einfachste Gegenmaßnahme ist keine Chemie, sondern eine Abdeckung.

Eine geschlossen gehaltene Regentonne verhindert, dass Mückenweibchen die Wasseroberfläche problemlos zur Eiablage erreichen.

Auch Einlauf- und Überlauföffnungen sollten so konstruiert sein, dass sie nicht unnötig große offene Zugänge schaffen.

Ein geschlossenes System schützt gleichzeitig andere Tiere.

Kleine Säugetiere, Amphibien oder andere Gartenbewohner können in offene Behälter fallen und an glatten Wänden möglicherweise nicht wieder herauskommen.

Eine sicher geschlossene Tonne ist deshalb nicht nur praktischer, sondern reduziert auch diese vermeidbare Gefahr.

Das bedeutet nicht, dass Wasser im Naturgarten grundsätzlich abgedeckt werden sollte.

Ein Gartenteich oder eine bewusst angelegte flache Tiertränke erfüllt eine völlig andere Funktion als ein steilwandiger Vorratsbehälter.

Eine Regentonne ist Speichertechnik, kein Ersatzbiotop.

Größere Lösungen – unterirdische Zisternen als Ausblick

Wer einen großen Garten bewässert und über eine entsprechend große Dachfläche verfügt, stößt mit Regentonnen irgendwann an praktische Grenzen.

Dann kann eine unterirdische Zisterne interessant werden.

Sie bietet wesentlich mehr Speichervolumen, benötigt oberirdisch kaum Platz und hält das Wasser lichtgeschützt.

Dafür steigen Planung, Bauaufwand und Kosten deutlich.

Der Behälter muss für die vorgesehene Einbausituation geeignet sein. Erdarbeiten, Grundwasserverhältnisse, Leitungsführung, Überlauf und gegebenenfalls eine Pumpe müssen berücksichtigt werden.

Soll Regenwasser zusätzlich im Gebäude genutzt werden, gelten weitere hygienische und technische Anforderungen.

Trinkwasser- und Regenwassersystem dürfen nicht unzulässig miteinander verbunden werden.

Für reine Gartenbewässerung bleibt eine Kombination mehrerer oberirdischer Tonnen deshalb für viele Grundstücke die einfachere DIY-Lösung.

Häufige Fehler

Zu wenig Speichervolumen

Eine kleine Tonne an einer großen Dachfläche ist bei einem kräftigen Schauer schnell voll.

Vor dem Kauf hilft eine einfache Berechnung anhand von Dachfläche und Niederschlagsmenge.

Kein kontrollierter Überlauf

Jeder Speicher kann voll werden.

Deshalb braucht auch die letzte Tonne einer Kette einen sicheren Überlauf, der Wasser nicht einfach am Fundament austreten lässt.

Offene Regentonnen

Sie erhöhen das Risiko für Kinder und Tiere und erleichtern Mücken die Eiablage.

Ein stabil befestigter Deckel gehört zur Grundausstattung.

Instabiler Untergrund

Das Gewicht einer gefüllten Tonne wird leicht unterschätzt.

Ein improvisierter Sockel kann kippen oder absacken.

Kein Frostschutz

Gefrierendes Restwasser kann Behälter, Hähne und Verbindungen beschädigen.

Nicht ausdrücklich frostsichere Systeme werden rechtzeitig entleert.

Filter nicht reinigen

Ein Fallrohrfilter funktioniert nur, wenn Wasser weiterhin ungehindert passieren kann.

Laub und andere Ablagerungen werden deshalb regelmäßig entfernt.

Regenwasser von jeder Dachfläche ungeprüft nutzen

Das Material der Dachfläche kann die Wasserqualität beeinflussen.

Insbesondere bei bestimmten Metall- und Bitumendächern sollte vor der Nutzung geprüft werden, ob das ablaufende Wasser für den gewünschten Zweck geeignet ist.

Häufige Fragen

Wie viel Wasser kann ich von meinem Dach sammeln?

Theoretisch liefert 1 Millimeter Niederschlag auf 1 Quadratmeter Fläche 1 Liter Wasser. Bei 50 Quadratmetern wirksamer Dachfläche und 10 Millimetern Regen wären das theoretisch 500 Liter. Die tatsächlich gespeicherte Menge ist aufgrund von Verlusten und der Anlagenkonstruktion geringer.

Welche Temperatur ist für Regenwasser zum Gießen ideal?

Es braucht keine exakt festgelegte Temperatur. Wasser aus einer Regentonne passt sich der Umgebung an und ist häufig weniger kalt als unmittelbar aus der Leitung kommendes Wasser. Extreme Erwärmung der Tonne in voller Sonne sollte dennoch vermieden werden.

Kann ich zwei Regentonnen einfach mit einem Schlauch verbinden?

Ja, sofern dafür geeignete Anschlüsse und Dichtungen verwendet werden. Bei einem oberen Überlauf füllt sich zunächst eine Tonne bis zum Anschluss. Bei einer unteren Verbindung können sich die Wasserstände nach dem Prinzip kommunizierender Gefäße angleichen.

Braucht die letzte Regentonne einen Überlauf?

Ja. Auch der gesamte Speicherverbund kann vollständig gefüllt werden. Weiter zufließendes Wasser muss kontrolliert an einen geeigneten Ort abgeleitet werden.

Muss ich Regentonnen im Winter vollständig entleeren?

Das hängt vom Produkt ab. Wenn Behälter und Armaturen nicht ausdrücklich für einen gefüllten Betrieb bei Frost vorgesehen sind, ist das Entleeren die sichere Vorgehensweise. Schläuche und Armaturen werden ebenfalls berücksichtigt.

Kann ich Regenwasser für Gemüse verwenden?

Regenwasser von geeigneten Dachflächen wird im Garten häufig zur Bewässerung eingesetzt. Dachmaterial und mögliche Verunreinigungen sollten jedoch berücksichtigt werden. Bei problematischen Dachmaterialien ist eine individuelle Prüfung sinnvoll.

Verhindert ein Deckel Mücken in der Regentonne?

Ein gut schließender Deckel reduziert den Zugang zur Wasseroberfläche und damit die Möglichkeit zur Eiablage deutlich. Auch Einlauf- und Überlauföffnungen sollten entsprechend gesichert sein.

Fazit

Regenwasser im Garten zu sammeln beginnt mit einer erstaunlich einfachen Rechnung: Ein Millimeter Regen auf einem Quadratmeter Dach entspricht theoretisch einem Liter Wasser.

Deshalb ist eine einzelne Regentonne schneller voll, als ihre Größe vermuten lässt.

Mehrere verbundene Tonnen können die Speicherkapazität ohne aufwendige unterirdische Anlage deutlich erhöhen. Entscheidend ist dabei ein sauber geplantes System.

Die Behälter stehen auf einem ebenen und tragfähigen Untergrund. Verbindungen werden mit dafür vorgesehenen Durchführungen und Dichtungen hergestellt. Die letzte Tonne erhält einen kontrollierten Überlauf.

Ein Fallrohrsammler oder Diverter macht die Nutzung besonders komfortabel. Er leitet einen Teil des Dachwassers in den Speicher und kann gleichzeitig grobe Verunreinigungen zurückhalten. Filter und Sammler müssen jedoch regelmäßig gereinigt werden.

Bei aller DIY-Freude bleibt Sicherheit wichtiger als eine besonders raffinierte Konstruktion.

Eine gefüllte 300-Liter-Tonne enthält etwa 300 Kilogramm Wasser. Sockel dürfen deshalb nicht improvisiert werden. Behälter werden kindersicher abgedeckt, und elektrische Pumpen dürfen ausschließlich mit geeigneten Komponenten und sicheren Anschlüssen betrieben werden.

Vor dem Winter wird ebenfalls kontrolliert.

Nicht ausdrücklich für gefüllten Frostbetrieb geeignete Tonnen, Schläuche und Armaturen werden entleert. Hähne bleiben nach dem Ablassen entsprechend den Herstellerhinweisen offen, damit kein eingeschlossenes Wasser gefrieren kann.

Auch ökologisch lohnt sich ein geschlossenes System.

Es erschwert Mücken die Eiablage und verhindert, dass kleine Tiere in einen tiefen, glattwandigen Behälter fallen.

Für größere Grundstücke kann irgendwann eine unterirdische Zisterne sinnvoll werden. Für viele Hausgärten reichen jedoch bereits zwei oder drei sorgfältig verbundene Regentonnen.

So wird aus dem Wasser, das beim nächsten Gewitter sonst innerhalb weniger Minuten durch das Fallrohr verschwinden würde, ein Vorrat für die nächsten trockenen Gartentage.

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Quellen und weiterführende Informationen

  • Umweltbundesamt – Regenwassernutzung und Gartenbewässerung
  • Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau / Bayerische Gartenakademie – Bewässerung und Regenwassernutzung im Garten
  • Verbraucherzentrale – Regenwassernutzung, Wassersparen und technische Hinweise

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