Fledermäuse im Winter: Winterschlaf, Quartiere und wie man sie im Garten schützt

Noch im September ziehen Fledermäuse in der Dämmerung über Gärten, Hecken und Gewässer. Wenige Wochen später scheint der nächtliche Luftraum plötzlich leer zu sein. Die Tiere sind jedoch nicht einfach verschwunden.

Mit sinkenden Temperaturen nimmt das Angebot fliegender Insekten stark ab. Für heimische Fledermäuse beginnt deshalb eine Phase, in der Energiesparen entscheidend wird. Viele Arten wechseln von ihren Sommerlebensräumen in geschützte Winterquartiere und verbringen dort lange Zeit im Winterschlaf.

Diese Quartiere können tief in einer Höhle liegen, aber ebenso in einem alten Keller, einem Stollen, einer Mauerspalte oder einer Baumhöhle. Manche befinden sich sogar unbemerkt an Gebäuden.

Für Gartenbesitzer bedeutet Fledermausschutz deshalb vor allem zwei Dinge: geeignete Lebensräume erhalten und ruhende Tiere nicht stören. Direkte Hilfe ist nur bei eindeutig geschwächten oder verletzten Tieren gefragt – und gehört dann möglichst schnell in fachkundige Hände.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum Fledermäuse Winterschlaf halten
  2. Wo Fledermäuse überwintern
  3. Warum Störungen so gefährlich sind
  4. Der rechtliche Schutzstatus in Deutschland
  5. Wie der eigene Garten Fledermäusen hilft
  6. Lichtverschmutzung
  7. Was man im Winter tun kann und was nicht
  8. Eine geschwächte oder verletzte Fledermaus finden
  9. Häufige Fragen
  10. Fazit

Warum Fledermäuse Winterschlaf halten

Die heimischen Fledermausarten ernähren sich überwiegend von Insekten und anderen Gliederfüßern. Im Winter wird diese Nahrungsquelle knapp.

Gleichzeitig ist aktiver Flug energetisch aufwendig. Ein kleines Säugetier, das seine Körpertemperatur auf einem hohen Niveau halten und nachts fliegen müsste, könnte seinen Energiebedarf während längerer kalter Perioden kaum über die vorhandene Insektennahrung decken.

Die Lösung ist Winterschlaf.

Dabei werden Stoffwechsel und Körperfunktionen stark reduziert. Die Körpertemperatur sinkt deutlich und nähert sich der Umgebungstemperatur an. Herzschlag und Atmung werden ebenfalls stark verlangsamt.

Dadurch verbraucht die Fledermaus ihre im Herbst aufgebauten Energiereserven wesentlich langsamer.

Winterschlaf bedeutet allerdings keine monatelange völlige Bewegungslosigkeit. Fledermäuse können zwischendurch aufwachen, ihre Position verändern oder bei geeigneter Witterung sogar das Quartier verlassen.

Bei milden Winterperioden können deshalb vereinzelt fliegende Fledermäuse beobachtet werden. Das allein ist noch kein Hinweis auf einen Notfall.

Entscheidend ist, dass die langen energiesparenden Ruhephasen möglichst ungestört bleiben.

Wo Fledermäuse überwintern

Nicht jede Fledermausart nutzt denselben Quartiertyp.

Viele Arten suchen frostfreie unterirdische Räume auf. Dazu gehören Höhlen, alte Bergwerksstollen, Tunnel, Bunker und Keller. Solche Orte besitzen häufig ein relativ stabiles, kühles und feuchtes Mikroklima.

Andere Arten nutzen Spalten in Mauern und Felsen oder Hohlräume an Gebäuden. Auch Baumhöhlen und Spalten hinter loser Borke können als Winterquartiere dienen.

Gruppe überwinternder Fledermäuse in einer Mauerspalte

„Ein Winterquartier wie dieses darf unter keinen Umständen gestört werden.

Ein Sommerquartier erfüllt dabei nicht automatisch dieselbe Funktion wie ein Winterquartier.

Im Frühjahr und Sommer nutzen Weibchen vieler Arten sogenannte Wochenstuben, in denen sie ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen. Männchen können während dieser Zeit andere Quartiere nutzen.

Winterquartiere müssen dagegen Bedingungen bieten, unter denen die Tiere über längere Zeit mit minimalem Energieverbrauch ruhen können. Frostfreiheit, geeignete Feuchtigkeit, geringe Störung und ein passendes Mikroklima sind entscheidend.

Manche Arten wechseln zwischen Sommer- und Winterquartieren über beträchtliche Entfernungen. Andere können unterschiedliche Quartiere innerhalb eines kleineren Gebietes nutzen.

Auch innerhalb einer Art ist das Verhalten nicht immer einheitlich.

Deshalb sollte aus einem im Sommer bekannten Fledermausquartier nicht automatisch geschlossen werden, dass dort auch Tiere überwintern – und umgekehrt.

Warum Störungen so gefährlich sind

Winterschlaf spart Energie, weil Stoffwechsel und Körpertemperatur stark abgesenkt werden.

Wird eine Fledermaus aufgeweckt, muss sie diesen Zustand verlassen. Ihre Körpertemperatur steigt wieder, Atmung und Kreislauf werden hochgefahren und die Muskulatur wird aktiv.

Dieser Vorgang benötigt deutlich mehr Energie als das Verbleiben im abgesenkten Ruhezustand.

Ein natürliches gelegentliches Erwachen gehört zum Winterschlaf. Problematisch sind zusätzliche vermeidbare Störungen, die von Menschen verursacht werden.

Dazu gehören beispielsweise das Betreten von Winterquartieren, längeres Beleuchten der Tiere, Veränderungen am Hangplatz oder Bauarbeiten unmittelbar am Quartier.

Die Gefahr besteht nicht darin, dass jede einzelne kurze Störung zwangsläufig tödlich endet. Entscheidend ist vielmehr, dass unnötige Aufwachvorgänge begrenzte Energiereserven verbrauchen, während im Winter kaum Nahrung verfügbar ist.

Deshalb werden bekannte Winterquartiere in Ruhe gelassen.

Beobachtung bedeutet hier ausdrücklich nicht, in eine Höhle, einen Keller oder eine Mauerspalte hineinzuleuchten, um nachzusehen, ob noch Tiere dort hängen.

Der rechtliche Schutzstatus in Deutschland

Alle heimischen Fledermausarten sind in Deutschland streng geschützt.

Sie gehören zu den Tierarten des Anhangs IV der europäischen FFH-Richtlinie und damit nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den streng geschützten Arten.

§ 44 Bundesnaturschutzgesetz enthält die zentralen Zugriffsverbote.

Danach dürfen wild lebende Tiere besonders geschützter Arten unter anderem nicht gefangen, verletzt oder getötet werden. Für streng geschützte Arten gilt außerdem ein Verbot erheblicher Störungen während sensibler Zeiten, ausdrücklich auch während der Überwinterung, wenn sich dadurch der Erhaltungszustand der lokalen Population verschlechtert.

Fortpflanzungs- und Ruhestätten besonders geschützter Arten dürfen ebenfalls nicht beschädigt oder zerstört werden.

Für den Garten- und Hausbesitzer bedeutet das vor allem: Ein bekanntes Fledermausquartier darf nicht eigenmächtig beseitigt, verschlossen oder baulich verändert werden.

Stehen Dachsanierung, Fassadenarbeiten, Abriss oder andere Eingriffe an einem bekannten oder vermuteten Quartier an, sollte frühzeitig die zuständige Naturschutzbehörde beziehungsweise eine fachkundige Fledermausberatung einbezogen werden.

Wie der eigene Garten Fledermäusen hilft

Der wirksamste Fledermausschutz im Garten beginnt nicht mit dem Anfassen eines Tieres. Er beginnt mit Nahrung, Strukturen, Wasser und Dunkelheit.

Insektenreiche Nachtblüher

Fledermäuse benötigen insektenreiche Jagdgebiete.

Blütenreiche Beete, heimische Gehölze, extensiv gepflegte Bereiche und Pflanzen, die auch am Abend beziehungsweise nachts von Insekten besucht werden, können das Nahrungsnetz im Garten unterstützen.

Wertvoll ist vor allem Vielfalt: unterschiedliche Blühzeiten, strukturreiche Vegetation, Hecken, Bäume und möglichst wenig vollständig versiegelte Fläche.

Nachtblühende und duftende Pflanzen können Nachtfalter und andere nachtaktive Insekten anziehen und damit indirekt Fledermäusen zugutekommen.

Verzicht auf Insektengift

Ein Garten mit wenig Insekten bietet Fledermäusen wenig Nahrung.

Der Verzicht auf unnötige Insektizide ist deshalb eine direkte Form der Lebensraumunterstützung. Das gilt besonders für breit wirkende Mittel, die nicht nur vermeintliche Schädlinge treffen.

Naturnahe Gartenstrukturen schaffen dagegen Lebensräume für zahlreiche Insektenarten und stabilisieren damit die Nahrungsgrundlage.

Wasserstellen

Teiche und andere naturnahe Wasserflächen können für Fledermäuse doppelt wertvoll sein.

Sie produzieren beziehungsweise konzentrieren häufig zahlreiche Fluginsekten. Außerdem können manche Fledermausarten Wasser im Flug von der Oberfläche aufnehmen.

Eine möglichst offene Wasseroberfläche ist dabei hilfreicher als ein vollständig zugewachsener Kleinstteich.

Auf chemische Behandlung des Wassers sollte in einem Naturgarten soweit möglich verzichtet werden.

Fledermauskästen mit richtigem Standort

Fledermauskästen können fehlende Spalten- und Höhlenquartiere ergänzen.

Sie ersetzen jedoch keinen strukturreichen Lebensraum und sind nicht für jede Art gleichermaßen geeignet.

Kästen werden in ausreichender Höhe und mit freier Anflugmöglichkeit angebracht. Einflugöffnungen dürfen nicht durch Äste oder dichte Vegetation blockiert sein.

Mehrere Kästen mit unterschiedlicher Ausrichtung können verschiedene Temperaturbedingungen anbieten. Je nach Bauart und Standort können südöstliche bis südwestliche Ausrichtungen sinnvoll sein; entscheidend ist, extreme Überhitzung zu vermeiden und unterschiedliche Mikroklimata bereitzustellen.

Der Einflugbereich sollte nachts nicht künstlich beleuchtet werden.

Fledermauskästen dürfen außerdem nicht regelmäßig geöffnet werden, um nachzusehen, ob sie bewohnt sind.

Totholz und alte Bäume erhalten

Alte Bäume sind mehr als Schattenspender.

Risse, Spechthöhlen, ausgefaulte Bereiche und abstehende Borke können Quartierstrukturen für Fledermäuse bieten.

Wo keine unmittelbare Verkehrssicherheitsgefahr besteht, ist der Erhalt alter und höhlenreicher Bäume deshalb besonders wertvoll.

Auch stehendes und liegendes Totholz erhöht die Strukturvielfalt und bietet zahlreichen Insekten Lebensraum. Davon profitieren Fledermäuse indirekt über ihre Nahrungsgrundlage.

Lichtverschmutzung

Ein heller Garten ist nicht automatisch ein sicherer Garten.

Künstliches Licht verändert die nächtliche Umwelt. Bei Fledermäusen unterscheiden sich die Reaktionen zwar zwischen den Arten, doch beleuchtete Quartierausgänge, Flugkorridore und Jagdgebiete können problematisch sein.

Besonders ungünstig ist es, bekannte Ein- und Ausflugöffnungen direkt anzustrahlen.

Auch dauerhaft beleuchtete Hecken, Baumreihen und Gewässer können dunkle Verbindungswege zwischen Quartier und Jagdgebiet unterbrechen.

Die einfachste Gegenmaßnahme lautet deshalb: Licht nur dort einsetzen, wo es tatsächlich gebraucht wird.

Leuchten sollten nach unten gerichtet sein und nicht unnötig in Baumkronen, Hecken oder den Himmel abstrahlen. Bewegungsmelder und kurze Schaltzeiten sind besser als eine ganze Nacht eingeschaltete Außenbeleuchtung.

Quartieröffnungen bleiben dunkel.

Auch Teiche und andere potenzielle Jagdbereiche müssen nicht dekorativ die ganze Nacht angestrahlt werden.

Dunkelheit ist im Naturgarten eine ökologische Ressource.

Was man im Winter tun kann und was nicht

Der beste Schutz eines bekannten Winterquartiers besteht häufig darin, nichts daran zu verändern.

Eine Höhle, einen alten Keller oder einen anderen bekannten Ruheplatz betritt man nicht zur neugierigen Kontrolle.

Spalten werden nicht geöffnet. Tiere werden nicht angeleuchtet, berührt oder umgehängt.

Auch Fledermauskästen, in denen möglicherweise Tiere überwintern, sollten nicht eigenmächtig geöffnet werden.

Besonders wichtig ist dies bei Bauarbeiten.

Eine Dachsanierung, Fassadendämmung oder das Verschließen von Mauerspalten kann Quartiere zerstören oder Tiere einschließen. An bekannten oder vermuteten Winterquartieren sollten solche Arbeiten nicht ohne vorherige fachliche und gegebenenfalls behördliche Abstimmung durchgeführt werden.

Das Bundesamt für Naturschutz nennt unsachgemäße Sanierungen, das Verschließen von Quartieren und Störungen in Winterquartieren ausdrücklich als Gefährdungsfaktoren für verschiedene Fledermausarten.

Habitatunterstützung kann dagegen weiterlaufen: Außenbeleuchtung reduzieren, alte Bäume erhalten, Gartenstrukturen planen und für das Frühjahr insektenreiche Pflanzungen vorbereiten.

Eine geschwächte oder verletzte Fledermaus finden

Nicht jede Fledermaus, die im Winter sichtbar wird, benötigt menschliche Hilfe.

Bei milder Witterung können einzelne Tiere aufwachen und fliegen. Auch ein kurzfristiger Quartierwechsel ist möglich.

Anders ist die Situation bei eindeutigen Auffälligkeiten.

Hilfebedürftig kann eine Fledermaus sein, wenn sie sichtbar verletzt ist, nicht fliegen kann, apathisch am Boden liegt oder über längere Zeit ungeschützt an einem offensichtlich ungeeigneten Ort sitzt.

Auch ein Tier, das nach einer Kollision oder einem Katzenkontakt gefunden wird, sollte fachkundig beurteilt werden.

Fledermäuse sind Wildtiere und sollten nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Ein verängstigtes oder verletztes Tier kann beißen.

Der richtige nächste Schritt ist deshalb nicht die eigenständige langfristige Pflege.

Kontakt aufgenommen wird mit einer regionalen Fledermaus-Auffangstation, einer Fledermaus-Fachberatung des NABU beziehungsweise eines anderen anerkannten Fledermausschutzes oder einer Tierarztpraxis mit Erfahrung bei Wildtieren.

Ist kurzfristig eine Sicherung des Tieres notwendig, sollte das weitere Vorgehen möglichst telefonisch mit einer Fachstelle abgestimmt werden.

Das Bundesnaturschutzgesetz berücksichtigt ausdrücklich die Aufnahme verletzter, hilfloser oder kranker geschützter Tiere zum Zweck der Gesundpflege. Bei streng geschützten Arten gelten dabei zusätzliche rechtliche Anforderungen. Gerade deshalb ist die schnelle Einbindung einer fachkundigen Stelle sinnvoller als eine eigenmächtige Aufzucht oder längere Haltung.

Häufige Fragen

Fliegt eine Fledermaus manchmal im Winter durchs Zimmer?

Ja, das kann vorkommen. Befindet sich ein Winterquartier im oder am Gebäude, kann ein Tier während einer natürlichen Wachphase versehentlich in einen Wohnraum gelangen. Auch ungewöhnlich milde Temperaturen können Winteraktivität ermöglichen. Das Tier sollte nicht gejagt oder mit bloßen Händen gefangen werden. Bei Unsicherheit hilft eine Fledermaus-Fachstelle beim weiteren Vorgehen.

Was mache ich, wenn ich ein Fledermausquartier am Haus entdecke?

Zunächst nichts am Quartier verändern. Einflugöffnungen werden weder verschlossen noch beleuchtet. Vor geplanten Sanierungs-, Dämm- oder Abrissarbeiten sollte fachkundige Beratung beziehungsweise die zuständige Naturschutzbehörde einbezogen werden.

Schlafen alle Fledermäuse in Höhlen?

Nein. Höhlen und Stollen sind wichtige Winterquartiere, aber nicht die einzigen. Je nach Art werden auch Keller, Bunker, Mauerspalten, Felsspalten, Baumhöhlen und Hohlräume an Gebäuden genutzt.

Kann ich Fledermäuse im Winter füttern?

Eine allgemeine Gartenfütterung wie bei Vögeln ist nicht sinnvoll. Heimische Fledermäuse ernähren sich von tierischer Nahrung, vor allem Insekten. Ein hilfebedürftiges Tier gehört in fachkundige Betreuung und sollte nicht eigenmächtig gefüttert werden.

Darf ich einen Fledermauskasten im Winter kontrollieren?

Ein möglicherweise besetzter Kasten sollte nicht zur neugierigen Kontrolle geöffnet werden. Eine Störung kann ruhende Tiere aufwecken. Kontrollen und Wartungsarbeiten sollten fachgerecht und zu einem geeigneten Zeitpunkt erfolgen.

Sind Fledermäuse im Garten gefährlich?

Normalerweise besteht bei frei fliegenden Fledermäusen kein Grund zur Sorge. Sie meiden direkten Kontakt mit Menschen. Gefundene Tiere sollten dennoch nicht mit bloßen Händen angefasst werden, da jedes bedrängte Wildtier sich verteidigen kann.

Warum sehe ich manche Sommer plötzlich kaum noch Fledermäuse?

Die sichtbare Aktivität hängt unter anderem von Art, Wetter, Insektenangebot, Quartieren und Landschaftsstruktur ab. Einzelne Beobachtungen erlauben deshalb keine sichere Aussage über die Bestandsentwicklung vor Ort. Wer Veränderungen systematisch dokumentieren möchte, kann sich an lokale Fledermausgruppen oder Naturschutzverbände wenden.

Fazit

Wenn Fledermäuse im Herbst aus dem Garten verschwinden, beginnt keine Phase, in der sie keine Rolle mehr spielen. Die Tiere wechseln lediglich in einen anderen Abschnitt ihres Jahreszyklus.

Während des Winterschlafs senken sie Stoffwechsel und Körpertemperatur und leben von ihren gespeicherten Energiereserven. Höhlen, Stollen, Keller, Baumhöhlen und Gebäudespalten können dabei lebenswichtige Winterquartiere sein.

Für Gartenbesitzer folgt daraus vor allem Zurückhaltung. Ein Winterquartier wird nicht geöffnet, ausgeleuchtet oder verändert. Bekannte Quartiere müssen auch bei Bau- und Sanierungsarbeiten berücksichtigt werden.

Langfristige Hilfe findet außerhalb des Quartiers statt.

Insektenreiche Pflanzen, alte Bäume, Totholz, naturnahe Wasserflächen und der Verzicht auf unnötige Insektizide verbessern den Lebensraum. Dunkle Flugwege und unbeleuchtete Quartieröffnungen sind ebenso wichtig.

Fledermauskästen können fehlende Quartierstrukturen ergänzen, ersetzen aber keinen vielfältigen Garten.

Direkte Intervention bleibt die Ausnahme. Eine offensichtlich verletzte oder hilflose Fledermaus braucht fachkundige Unterstützung durch Fledermausschutz, Auffangstation oder Tierarzt.

Beobachten, Lebensraum erhalten und Winterquartiere respektieren – diese drei Maßnahmen helfen Fledermäusen meist mehr als jeder Versuch, unmittelbar in ihr natürliches Verhalten einzugreifen.

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Quellen und weiterführende Informationen

  • NABU – Fledermausschutz, Winterquartiere und Hilfe bei gefundenen Fledermäusen
  • Bundesamt für Naturschutz – Artenschutz, Artenportraits und Schutz von Fledermausquartieren
  • BUND – fledermausfreundliche Gärten, Licht und Lebensraumgestaltung
  • Bundesverband für Fledermauskunde und -schutz in Deutschland – Fachinformationen und regionale Fledermaushilfe
  • Bundesnaturschutzgesetz – besonderer Artenschutz und Zugriffsverbote

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